Frankreich – Normandie

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Dienstag, 10.06.14
Westerwald – Aachen – Belgien – Fécamp (Département Seine-Maritime)
731 km

Nach einem gemütlichen Frühstück starteten wir direkt vom Camperpoint-Pfingsttreffen im Westerwald Richtung Frankreich.

Über Aachen und Belgien führte uns unsere Route Richtung Normandie. In der Nacht zuvor hatte es schwere Unwetter in NRW und anderen Teilen der Republik gegeben. Das Wetter hatte sich noch nicht wirklich beruhigt und auch in Belgien sah man diverse umgestürzte Bäume am Fahrbahnrand neben der Autobahn.

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Der schlechte Ruf eilte den belgischen Straßen voraus. Bis auf einen kleinen Stau hatten wir dieses Land zum Glück schnell durchquert.

Nach runden 300 km auf französischen Straßen erreichten wir bei herrlichstem Wetter unser Tagesziel: Fécamp.Hier hatten wir von einem interessanten Campingplatz gehört, der über der Stadt liegend eine phantastische Aussicht auf das Meer bietet. Der Camping Municipal Reneville.  

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Leider waren alle interessanten Stellplätze des Campingplatzes voll. Wir landeten in der hintersten Ecke vor einer Mauer. Zwar gemütlich aber ohne TV-Empfang und vor allen Dingen OHNE Seeblick.

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So wollten wir unseren heutigen Abend nicht verbringen!
Also – „Picknick-Sachen“ packen, Fécamp besichtigen und anschließend ein nettes Plätzchen für das Abendbrot suchen.

Der Strand von Fécamp   aIMG_9666 aIMG_9669

Während die Restaurants gut gefüllt waren, hatten es sich wenige Franzosen vor ihren Strandhäuschen an der Promenade zum Abendessen gemütlich gemacht

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Wenige Kilometer von Fécamp entfernt fanden wir nach einem kleinen Spaziergang ein ruhiges Plätzchen, wo wir mit der Abendsonne bei Baguette und verschiedenen Käsesorten alleine waren

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Zurück auf dem Campingplatz erlebten wir einen schönen Abschluss des ersten TagesaIMG_9713 aIMG_9717

 

 

Mittwoch, 11.06.14 
Étrétat – dann Fécamp – Pont de Normandie –  Martragny / Bayeux (Département Calcados)
188 km

Hatten wir am Vortag noch mit dem guten Mann an der Rezeption für 11 Uhr einen Termin ausgemacht um einen frei werdenden schöneren Platz auf diesem Campingplatz zu ergattern, stand nun für uns fest; wir reisen noch heute ab. Auch die schönsten Plätze fanden wir zu eng, die Sanitäranlagen veraltet und das ganze zu voll und zu touristisch.

Da der Platz erst Mittags geräumt sein musste, entschieden wir uns vor der Weiterreise mit Wohnwagen für eine Tour nach Étrétat. Der frühe Vogel fängt den Wurm und so starteten wir unseren Vormittagsausflug als auf dem Campingplatz noch alles schlief.

Annette alleine am Strand vor dem berühmten Felsen von Étrétat    aIMG_9730

Die Geräuschkulisse ist einfach gigantisch, wenn die abermillionen Feuersteine durch die Wellen hin und her bewegt werden aIMG_3136

Auf dem gegenüberliegenden Felsen aIMG_9746

von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht auf die Bucht von Étrétat und steht genau vor der berühmten kleinen Étrétaer Kirche

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Zusätzlich ist auf diesem Fels ein Denkmal für die Luftfahrtpioniere Dieudonné Costes und Joseph le Brix gesetzt.

 

 

 

Während Charles Lindberg am 20.05.1927 mit seiner Spirit of St. Louis den ersten Non-Stop-Flug über den Atlantik von Paris nach New York absolvierte, flogen ein Jahr später Costes und deBrix die gleiche Strecke erstmalig in entgegengesetzte Richtung. Bei ihrem Flug überflogen sie diesen Ort, wofür man ihnen ein Denkmal u.a. auch in Form eines großen gegossenen Betonflugzeugs setzte

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Gegen Mittag waren wir wieder zurück am Campingplatz, haben unseren Caravan vom „unmöglichen“ Stellplatz gemovert, die Übernachtung gezahlt und sind weiter Richtung Westen gefahren…..

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….über die Pont de Normandie bei Le Havre

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bis wir am frühen Nachmittag auf unserem nächsten Campingplatz landeten, dem Chateau de Martragny bei Bayeux

 

 

Uns erwartete eine fürstliche Auffahrt zum Platz
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und ein ruhiger Stellplatz
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Der Campingplatz Chateau de Martragny
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Waschräume und Einkaufsmöglichkeiten sind in die Schlossanlage integriert
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….hier begegnete ich zum ersten Mal dem typisch englischen Wohnwagen Wasserversorgungssystem Ein Kanister, der 40 Liter Wasser fasst und der umgekippt an einem angebrachten Griff zu einer Rolle wird. Am Wohnwagen ist dann der passende Anschluss um das Wasser automatisch in das Wohnwageninnere zu pumpen.
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Donnerstag, 12.06.14 
Omaha Beach –  Colleville-sur-Mer – Saint Laurent sur Mer – Point du Hoc
109 km ohne Wohnwagen

Der heutige Tag stand ganz unter dem Motto des D-Day.
Die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des D-Day am 06.06.1944 waren noch in allen Straßen present.
Die Flaggen der Befreier schmückten allerorts Straßen und Gebäude
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Dann standen wir zum ersten Mal an einem Teilabschnitt des Omaha Beach
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Hier bei Colleville-sur-Mer befindet sich neben der Gedenkstätte ein Omaha Beach Museum, in dem Opfer ein Gesicht bekommen
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und auch der größte amerikanische Soldatenfriedhof der NormandieAls ich über den Friedhof ging, war auch eine große amerikanische Reisegruppe zu einer Gedenkfeier anwesend. Die amerikanische Nationalhymne wurde über die Friedhofslautsprecher gespielt und nach einer Gedenkminute mit vielen Tränen bei den Teilnehmern wurden Rosen an einzelne Kreuze getragen
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Gräber so weit das Auge reicht
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Hier wird einem die Invasion noch einmal sehr bewusst gemacht und der Begriff „1000de gefallene Soldaten“ bekommt persönliche Namen
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Am Rand des Friedhofs eine Schautafel mit Blick auf den heute so friedlich daliegenden Strand mit den Alliierten-Abschnitten: Sword, Juno, Gold, Omaha und Utah
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In fast allen Städten an den Invasionsstränden befinden sich Museen, so wie hier kurz vor Saint-Laurent-sur-Mer
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Auch hier am Strand eine Gedenkstätte, an der noch die Informationstafeln der D-Day-Feierlichkeiten stehen
Wo man heute in der Sonne liegt, starben vor 70 Jahren die Soldaten beider Seiten
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Auf dem Weg zum Point du Hoc ein kleines Museum bei Vierville-sur-Mer, bei dem u.a. auch ein Landungsboot ausgestellt ist
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Point du Hoc
Ein Punkt von Hitlers Atlantikwall, etwa 6,5 km vom Omaha Beach entfernt. Hier setzten die Alliierten die Rangers ab, die sich mit Strickleitern den Weg zu den Geschützstellungen bahnen mussten, um diese auszuschalten während der obere Strandabschnitt unter schwerem Beschuss der Alliierten stand.
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Der Point du Hoc heute
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hier sind noch heute sehr deutlich die Krater der Bombeneinschläge zu sehen
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eine Gedenkstätte auf einem alten deutschen Bunker des Atlantikwalls aIMG_0020 aIMG_0023

Die Aussicht aus einem Schießschacht
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selbst auf der Nationalstraße ist der D-Day in diesen Tagen sehr präsent 🙂
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Auch in den Kaufhäusern der Normandie wird man an den 70. Jahrestag erinnert
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Freitag, 13.06.14 
Bayeux (Département Calvados)
42 km ohne Wohnwagen

In Bayeux hat die Normandie 2006 eine Gedenkstätte für alle Journalisten, Kameraleute und Fotografen dieser Welt geschaffen, die seit 1944 während der Ausübung ihrer Pressetätigkeit getötet worden sind. Der landschaftlich gestaltete Weg ist gesäumt von weißen Steinen, auf denen die Namen der getöteten jeden Jahres aufgeführt sind
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Auch hier in Bayeux ein Soldatenfriedhof.
Hier liegen hauptsächlich englische Soldaten, die bei der Schlacht um Bayeux ihr Leben verloren
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Eine Tour durch die Stadt
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Die Kathedrale von Bayeux
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Ein kurzer Besuch des Dorfes Martragny und seiner Kirche
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Auf dem Campingplatz haben wir den Abend wie immer mit Gegrilltem ausklingen lassen
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Samstag, 14.06.14
Chateau de Brécy
34 km ohne Wohnwagen

während die Mutti im Einkaufszentrum von Bayeux shoppen ist, warten wir geduldig…..
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Besuch des Chateau de Brécy
Dieses Schloss soll einen in ganz Europa bekannten Garten haben
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für schlappe 8 EUR pro Person gewährte man uns Einlass
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Sonntag, 15.06.14 
Honfleur
183 km ohne Wohnwagen

Der Wettergott spielte heue nicht mit. So fehlte uns die Sonne für eine der schönsten Städte der Normandie
Honfleur
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Sainte Catherine mit freistehendem Turm
und immer wieder die überall anzutreffende typische Fachwerk-Bauweise der Normandie – senkrechte Holzverstrebungen
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Auf dem Weg zum Campingplatz an der Mündung der Seine in den Ärmelkanal
Am anderen Ufer in der Ferne Le Havre 
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Montag, 16.06.14 
Martragny – Ponterson – Le Mont-Saint-Michel (Département Manche)
201 km

Wieder begann der Tag mit wolkigem Himmel
Wir verlegten mit unserem Wohnwagen……
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….und bezogen Mittags unser neues Quartier auf dem Campingplatz Haliotis in Ponterson
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Der Wohnwagen war schnell abgestellt und wir starteten zu unserer Nachmittagstour durch.

Aus der Ferne besuchten wir Le Mont-Saint-Michel
Es ist eines der beliebtesten Reiseziele Frankreichs und wird jährlich von ca. 3,5 Millionen Touristen besucht. Seit 1979 gehört
Le Mont-Saint-Michel zum Weltkulturerbe der Unesco
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Da wir von den Touristenmassen gehört hatten, verzichteten wir wegen des Hundes von vornherein auf einen Besuch, wären aber gerne dichter an St. Michel herangekommen. Dieses war aber nicht möglich. Schon Kilometer vorher muss man einen Parkplatz nehmen und kann nur noch mit dem Bus, Fahrrad oder zu Fuß dichter an die Festung. Laut Internet transportieren die Busse allerdings keine Hunde. Wir hätten Lycos irgendwo bei einer Touristeninformation in einen Zwinger sperren müssen, was wir auf keinen Fall wollten.
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Von hier aus machten wir einen Abstecher zum größten deutschen Soldatenfriedhof  in der Normandie, der gleich in der Nähe liegt.
Mont de Huisnes
Gepflegt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden auf diesem Friedhof 1961 die deutschen Kriegstoten der letzten Kriegsjahre aus dem den verschiedensten Départements hier zusammengeführt. Auch liegen hier 20 in der Internierung verstorbene Kinder

Jeder Poller vor dem Eingang steht für ein Département, von dem die gefallenen Soldaten hierher verbracht wurden
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Namen….. Zahlen….. Namen….. Zahlen….. EIN Krieg und so viel persönliches Leid
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La Croix-Avranchin, ein typisch normannisches Kleinstädtchen
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Und auch hier wieder in der Nähe, der amerikanische Soldatenfriedhof bei Saint-James
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Abends im Wohnwagen Daumen drücken für die Deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball WM.
Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Bretagne