USA I – Stormchasing

Rudi0015909. – 18.05.14

Die Tage bis zum Tornado

 

Freitag, 09.05.14
8000 geflogene Kilometer – 193 gefahrene Meilen
Bremen – Amsterdam – Fort WorthTexas
Fort Worth – Dallas – Greenville – New Boston

Flug DL 9301 – Bremen – Amsterdam und
Flug DL 9390 – Amsterdam – Dallas
sind bereits vor einiger Zeit im Internet gebucht worden.

Das Gepäck kam nicht an seine Grenzen.
Bei erlaubten 23 kg Koffer und 12 kg Handgepäck, erreichte ich 13 kg plus 11 kg beim Handgepäck (Rucksack mit Kamera und allerlei Elektronigkrams plus Notebooktasche).

Nach dem Einchecken ging es um 06:20 Uhr mit dem Cityhopper auf einem 55 minütigen Flug nach Amsterdam

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wo ich auf Rudi und Campari traf.
Gemeinsam ging es mit einer Stunde Verspätung um 11:45 Uhr mit dem Airbus weiter nach Dallas, wo wir nach runden 10 Stunden Flug um 15:10 Uhr eintrafen.

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In Dallas führte uns der erste Weg zu unserer Autovermietung „National“, wo wir unseren Mazda CX-5 in Empfang nahmen, der uns die nächste Woche begleiten sollte…..

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Wir benötigten fast 3 Stunden um Fort Worth und Dallas in der Rush Hour zu durchqueren….Die weitere Fahrt ins 193 Meilen entfernte New Boston verlief ruhig und entspannt. Ständig ein Gewitter auf dem Schirm, das wir bei Dunkelheit unbedingt noch fotografieren wollten……

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Gegen 22 Uhr erreichten wir unser erstes Motel in New Boston im Bowie County / Texas und machten ein erstes Blitz-Foto vom Balkon des Motels

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Samstag, 10.05.14
433 gefahrene Meilen Texas – Arkansas – Missouri – Kansas
New Boston – Mansfield – Fort Smith – West Fork – Fayetteville – (Joplin) – St. Paul – Franklin – Pittsburg

Grau und bedeckt, so wie der erste Tag aufhörte, begann auch der zweite.In unserem Motel machte ich die erste Bekanntschaft mit einem typisch amerikanischen Hotel-Frühstück.
Mein erstes Breakfirst in Amerika

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Was so romantisch aussieht, zeigt sich im Detail so……..
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Ein wenig süßes Gebäck, labbriger Toast, Corn Flakes und Plastik so weit das Auge reicht. Besteck und Porzellanteller hatten wir auf unserer Reise tatsächlich nur ein einziges Mal.

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Waffeln zum selbst backen. Der Teig ist in kleinen Plastikbechern schon vorportioniert.     P1050465P1050464

 

Gegen 10 Uhr verließen wir unser Motel……

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hier gehört es zum guten Ton, dem Reinigungspersonal einen kleinen Tipp im Zimmer zu lassen…..
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Da man nicht mit Holz in den Wald fährt, will sagen; da Bekleidung in den USA deutlich günstiger ist, hatte ich in meinem Koffer mehr Luft als Klamotten. Dumm nur, dass meine einzige Hose schon nach einer Stunde Reise in Amsterdam kaputt ging. Der Reisverschluss war nicht mehr reparabel. Einen ganzen Tag mit offenem Hosenstall herumrennen reichte mir völlig aus, außerdem war niemand von uns beim Frühstück satt geworden….

also hieß es am zweiten Tag noch in New Boston als aller erstes – SHOPPEN

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Einkaufen für Männer 😉
Ein Weber Grill für 150 $ und eine ausreichende Auswahl an Waffen in einem normalen Walmart
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Vor dem Walmart unser erstes gesichtetes Police-Car UND ein Wohnwagen XXL, wie er in den USA durchaus üblich ist
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Wetterbericht und Wetterkarte sprachen eine deutliche Sprache.
Unsere Reise sollte uns gen Norden führen…..
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Am Grenzfluss Texas / Arkansas [ˈɑɹkənsɔː] gab es zweites Frühstück
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aIMG_7475In Bob’s Rock Shop fand ich nicht nur einen lange gesuchten Stein;
wir fragten Bob, ob es in der Gegend Klapperschlangen geben würde, da wir noch nie eine gesehen hatten, worauf er in sein Lager ging und uns dann stolz die Haut einer Klapperschlange präsentierte, die er selbst erlegt hatte

 

 

 

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Kurzbesuch bei Hand Made Knifes
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Die Camping-Grounds sind in den USA „ein wenig“ großzügiger angelegt als in Europa
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Weiter Richtung Norden trauten wir unseren Augen nicht, als wir am Straßenrand zwei Männer unter einem Pavillon sitzen sahen, die dort mitten in der Landschaft Gewehre und Pistolen verkauften. Dort war incl. Laserpointer und Schalldempfer wirklich alles zu bekommen, was das Herz begehrt….

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USA – Impressionen

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auch das gehört zu Amerika
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Abends die ersten aufregenden Wolkenspiele am Himmel im südlichen Nebraska bzw. nördlichen Missouri

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Unser Nachtlager schlugen wir im von Grenzgebiet Nebraska – Missouri auf.

 

 

 

Sonntag, 11.05.2014
449 gefahrene Meilen Kansas – Missouri – Iowa – Nebraska
Pittsburg – Fort Scott – Kansas City – Saint Joseph – Rock Port – Nebraska City – Omaha

endlich ein Frühstück mit einer Art Eierpfannkuchen mit Käse gefüllt, dazu warmer Schinken…..
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Im TV wurde bereits am Morgen für den Bereich Omaha bzw. Lincoln / Nebraska vor Unwettern gewarnt.
Die Wahrscheinlichkeit eines Tornados wurde bei ca. 80 % eingestuft
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Nun hieß es für uns 450 Meilen durch Kansas, Missouri, Iowa und Nebraska Richtung Omaha zu fahren

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schon auf dem Hinweg begegneten wir auf den Highways anderen Chasern….

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bei einer kurzen Pause an einer Raststätte sahen wir sie zufällig; die legendären  Dominatoren…

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Kurz nachdem wir über die Grenze von Iowa fuhren …..

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…..trafen wir auf ihn

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und schlossen uns dem Team zunächst an. Da sich auch über Iowa etwas zusammenbraute, wir aber zu dem wahrscheinlicheren Tornado in Omaha / Nebraska unterwegs waren, trennten sich unsere Wege nach einer Stunde wieder.  In Omaha kündigten Mammatus Wolken dann das an, weswegen wir hier waren.
Ein gigantisches Naturschauspiel!!

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Wir platzierten uns auf einem Hügel, um eine möglichst gute Fernsicht zu haben Die Software auf meinem Tablet zeigt, was auf uns zu kam

Süd-Westlich von Omaha – gelber Punkt mit gelbem Rand = unser Standort (auf einer gedachten senkrechten Linie des 2. Drittels)
jeder grüne Punkt ist ein aktiver Chaser
jeder rote Punkt der letzte bekannte Standort eines anderen Chasers
Grünes Dreieck zeigt die mögliche Hagelgröße in Zoll an
pinkes Dreieck, das nach unten zeigt ist ein Luftwirbelnde Bewegung, aus der ein Tornado werden könnte

Bei einer größeren Einstellung kann man auf dem Monitor die genaue Zugrichtung und die Zeit sehen, die die Superzelle für eine bestimmte Entfernung benötigt

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Wettermann Rudi war kameratechnisch am besten von uns ausgerüstet, so dass er die Fotos der Zelle machen konnte.
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Aufgrund der Blitze, die vor, hinter und neben uns einschlugen, war ein Aussteigen aus dem Auto nicht mehr möglich.

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Als die Ausläufer und der Hagel immer dichter auf uns zu kamen, blieb uns nur die Flucht.
Wir fanden einen verlassenen Unterstand an einem kleinen Museum, südlich der Superzelle.